Wichtige Charaktere

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chon lange beschäftigte mich die Idee ein Buch über die mittelalterliche Welt zu verfassen und dabei den deutschen Kreuzzug näher zu beleuchten.
Mein schwäbischer Held Leonhardt aus Zusameck ist hierbei eine fiktive Figur, die aber in dieser Form sicher öfter vorgekommen ist, da die zweitgeborenen Söhne sich ein eigenes Auskommen suchen mussten. Die Kreuzzüge müssen hierbei eine große Chance geboten haben, da sich hier der Glaube an die Erlösung von allen Sünden mit der Hoffnung auf Ruhm und Profit gekreuzt haben.

Nach der verheerenden Niederlage von Hattin 1187 waren die christlichen Kreuzfahrerstaaten auf nur noch wenige Gebiete und Städte an der Küste reduziert. Jerusalem, in dem bis dahin fast hundert Jahre christliche Könige herrschten, war verloren. Zudem raubten die Sarazenen das Wahre Kreuz Christi. Wie tief diese Verluste das Abendland getroffen haben, kann man daran ermessen, mit welchem Aufwand der folgende dritte Kreuzzug geplant wurde.

Kreuzzug der Könige wurde er genannt.

Die führenden Herrscher Europas wie der englische König Richard Löwenherz und Philipp von Frankreich machten sich zur See auf, um dieses Unglück wieder gut zu machen. Der größte Herrscher der Christenheit, der Staufer Friedrich Barbarossa, wählte den Landweg, um neben den Ländereien auch die wichtigste Reliquie, das Wahre Kreuz Christi, zurückzuerobern. Der Legende nach wurde diese im Jahr 1099 wiedergefunden und war die Gewähr dafür, dass die christlichen Heere hundert Jahre im Kampf gegen die Moslems unbesiegt blieben.

Doch der deutsche Zug über tausende Meilen zu Land endete tragisch. Die Geschichte vom folgenschweren Tod Kaiser Barbarossas in den Fluten des Saleph war eine Zäsur für das deutsche Heer und bedeutete im Prinzip dessen Ende. Nachdem auch sein Sohn Friedrich gestorben war, kehrten die wenigen überlebenden deutschen Kreuzfahrer heim. Der Großteil musste jedoch für den Traum der Eroberung Jerusalems sein Leben lassen.

Richard Löwenherz wollte ich auch einen gebührenden Platz einräumen und habe versucht, seinen Einsatz und sein Wirken sehr detailliert zu schildern. In der Fachliteratur wird sein Wirken eher kritisch betrachtet, da er mehr Ritter als König war und den Krieg zu sehr liebte. Dennoch sicherte er den brüchigen Frieden und vermochte es den Siegeszug Saladins zu bremsen.

Er starb 1199 durch einen Armbrustbolzen vor einer kleinen französischen Burg im Kampf gegen seinen ewigen Rivalen König Philipp.

Sultan Saladin nahm zu dieser Zeit bei den Sarazenen die führende Rolle im Kampf gegen die Christenheit ein und einte die muslimische Welt im Dschihad. Obwohl er ein erbitterter Feind des Abendlandes war, wurde seine Ritterlichkeit bewundert und geschätzt.

Mit Heinrich VI. gewannen die Staufer einen würdigen Nachfolger Barbarossas, der kluge und weit ausgreifende Pläne entwickelte. Interessant wäre es, den Gedanken weiterzuverfolgen und zu überlegen, was passiert wäre, wenn ihn nicht der Tod mit zweiunddreißig Jahren ereilt hätte. Man kann mutmaßen, dass die Entwicklung des Deutschen Reiches komplett anders verlaufen wäre und sich früh ein ähnlicher Einheitsstaat wie in England und Frankreich gebildet hätte. Warum und wie er starb, ist unklar.

Nach seinem Tod geriet das Reich erneut in den alten Streit zwischen Staufern und Welfen, den erst Friedrich II. als letzter Stauferkaiser beenden konnte. Als Staunen der Welt gibt er noch heute Rätsel auf.

Hermann von Salza erreichte sein Ziel und wurde im Jahr 1210 Hochmeister des Deutschen Ordens. Frühzeitig erkannte er, dass die christlichen Orden im Heiligen Land keine Überlebenschance hatten und versuchte deshalb schon früh, seinem Orden Ländereien in Europa zu sichern. Mit und nach ihm begann die große Zeit des Deutschen Ordens in Osteuropa.

Markward von Annweiler blieb noch einige Jahre im Süden und versuchte, die deutsche Herrschaft mit Waffengewalt aufrechtzuhalten. 1201 konnte er gar Palermo wieder erobern, starb jedoch bereits ein Jahr später.
Unser wackerer Mönch Hartwig, der bereits in Zusameck Leonhardts Lehrer gewesen war, schaffte es, im Jahr 1202 zum Bischof von Augsburg gewählt zu werden und endlich eine einflussreiche Stellung einzunehmen.

und Alicia? Nun, man wird sehen…!

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